Steigende Temperaturen ziehen immer mehr Menschen zu Aktivitäten ins Freie. Mit Blick auf drohende Zeckenbisse warnt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit. «Wer sich im Grünen aufhält, sollte sich vor Zecken schützen», betonte ein Sprecher des Instituts. Denn Zecken können schwerwiegende Krankheiten übertragen, wie die bakterielle Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).
Neues Risikogebiet in Brandenburg
Vor wenigen Wochen war der Landkreis Elbe-Elster zum FSME-Risikogebiet erklärt worden. Aktuell seien bundesweit 183 Kreise in Deutschland als Risikogebiete vom Robert Koch-Institut (RKI) ausgewiesen, führte der Sprecher aus. Insbesondere im Süden Deutschlands ist das Risiko vergleichsweise hoch.
Anstieg bei FSME-Fällen
In Brandenburg waren in der vergangenen Zeckensaison mehr als doppelt so viele FSME-Fälle registriert worden wie im Jahr zuvor. Zehn Fälle wurden im Jahr 2024 gezählt - vier Fälle waren es im Vorjahr insgesamt, wie das Gesundheitsministerium vor einigen Monaten mitteilte. Wo die Fälle der FSME auftraten, dazu machte die Behörde keine Angaben. Zecken sind laut RKI ab einer Temperatur von etwa sechs Grad aktiv.
Impfschutz hilft
FSME wird durch Viren verursacht, die durch Zeckenstiche übertragen werden können. Die Krankheit kann Entzündungen der Hirnhäute, des Gehirns und des Rückenmarks auslösen. Bei 99 Prozent der Betroffenen fehlte den Angaben zufolge ein Impfschutz. Die Impfquoten in Risikogebieten sind laut RKI relativ niedrig und schwanken stark. Bundesweit lag die Impfquote demnach im Jahr 2020 bei etwa 19 Prozent.
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten