Ein Mann mit Schiebermütze sitzt in einem alten Auto und zieht an einer Zigarre: Diese Schwarz-Weiß-Zeichnung ist Teil einer neuen Ausstellung zum 105. Geburtstag der Illustratorin Elizabeth Shaw. Das Brecht-Weigel-Haus in Buckow (Landkreis Märkisch-Oderland) zeigt bis zum 11. Mai Shaws Originalzeichnungen, die 1965 in einem Kinderbuch mit Texten des Schriftstellers Bertolt Brecht erschienen sind.
«Bertolt Brecht – Ein Kinderbuch. Illustrationen von Elizabeth Shaw» heißt die Sonderausstellung mit den Zeichnungen von Shaw aus den Jahren 1954 bis 1965: «Ihre Federzeichnungen für Brechts Kinderbuch, das nach seinem Tod veröffentlicht wurde, sind eine meisterhafte Mischung aus klarer Linienführung und kunstvollem Weglassen», schreibt Juliane Grützmacher, Leiterin Brecht-Weigel-Haus.
Sommerhaus von Brecht wurde Gedenkstätte
Shaw war eine bedeutende DDR-Kinderbuchillustratorin. Ihre Bücher zählen zu den Klassikern der DDR-Kinderbuchliteratur. Ihr erstes eigenes Buch «Der kleine Angsthase» wurde mehr als 700.000 Mal verkauft.
Das Brecht-Weigel-Haus ist seit 1977 Gedenkstätte und Museum für den weltberühmten Dichter und Dramatiker Bertolt Brecht (1898-1956) und Schauspielerin Helene Weigel (1900-1971). Das Künstlerehepaar hatte den Ort seit 1952 als Sommersitz ausgewählt und in dem Anfang des 19. Jahrhunderts gebauten Haus gearbeitet. Brecht schrieb 1953 auch den Gedichtzyklus «Buckower Elegien».
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