Die medizinische Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen soll in Brandenburg verbessert werden. Ab April werden vier palliativmedizinische Tageskliniken in Potsdam, Rüdersdorf, Eberswalde und Neuruppin aufgebaut und erprobt, wie die Organisatoren des Projektes mit dem Namen «Seele» mitteilten.
Die Palliativmedizin will die Lebensqualität todkranker Patienten und ihrer Familien verbessern. Dabei geht es unter anderem um eine Schmerzlinderung sowie eine psychosoziale und spirituelle Begleitung.
Palliativmedizinische Tageskliniken sollen eine Lücke zwischen ambulanter und stationärer Versorgung im Krankenhaus schließen, wie es einer Mitteilung zufolge hieß. Viele der betroffenen Patienten wollten gerne zu Hause bleiben, zugleich könnten die neuen Therapieangebote Hausärzte entlasten. Mit dem Aufbau der Tageskliniken, die an Krankenhäuser angebunden sind, werde auch eine Notfall-Hotline für Patienten und Angehörige angeboten.
Zu den Behandlungsteams gehören Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten, Seelsorger und Ernährungsberater. Wissenschaftlich bewertet wird das Projekt, das mit 5,2 Millionen Euro gefördert wird, von der Medizinischen Hochschule Brandenburg und der Technischen Universität Berlin. Krankenkassen sind daran beteiligt.
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