Nach einem tödlichen Messerangriff auf eine 28-Jährige in Berlin-Friedrichsfelde kommt ihr Ex-Partner heute (10.30 Uhr) wegen mutmaßlichen Mordes auf die Anklagebank. Der 46-Jährige soll die Frau vor rund sieben Monaten vor ihrer Wohnung mit einem Messer attackiert haben.
Sie habe zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen erlitten, an denen sie kurze Zeit später im Krankenhaus starb. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Femizid aus. Femizid bedeutet, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts getötet werden – also weil sie Frauen sind.
Den Ermittlungen zufolge hat sich die junge Frau wenige Monate vor der Tat von dem Mann getrennt. Der türkische Staatsangehörige sei nicht bereit gewesen zu akzeptieren, «dass sie ein Leben ohne ihn führen könnte», so die Staatsanwaltschaft. Aus massiver Eifersucht und übersteigertem Besitzdenken habe er sie am Abend des 30. August 2024 attackiert. Die 28-Jährige wurde tödlich verletzt im Hausflur eines Mehrfamilienhauses entdeckt.
Für den Prozess sind bislang elf Verhandlungstage geplant.
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