Ob für Brötchen, Toilettenpapier oder Sprit: Die Alltagspreise haben sich auch in Berlin und Brandenburg in den vergangenen fünf Jahren deutlich erhöht. In der Hauptstadt lagen die Lebenshaltungskosten im Dezember 2024 im Schnitt um ein knappes Fünftel über dem Niveau von Januar 2020, wie das Preisbarometer des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg zeigt. Im Nachbar-Bundesland stiegen die Preise im selben Zeitraum mit 22 Prozent sogar etwas stärker.
Brötchen und Klopapier mehr als ein Drittel teurer
So legten etwa die Preise für frische Brötchen oder solche zum Fertigbacken zwischen Januar 2020 und Dezember 2024 in Berlin um rund 34 Prozent und in Brandenburg um 43 Prozent zu. Toilettenpapier verteuerte sich im selben Zeitraum in Berlin um mehr als 28 Prozent und in Brandenburg um rund 35 Prozent.
Wohnen, Nahrungsmittel sowie Verkehr und Kommunikation sind laut Statistik die dominierenden Ausgaben. Besonders der Bereich Wohnen schlage mit einem Anteil von rund einem Drittel zu Buche und belaste viele Haushalte in der Region erheblich. Allein die Nettokaltmieten erhöhten sich im Vergleichszeitraum um jeweils rund 7,5 Prozent in beiden Ländern.
Corona-Pandemie, globale Lieferketten, Ukraine-Krieg
Die Preisentwicklung der vergangenen fünf Jahre war dem Statistikamt zufolge geprägt von den Folgen der Corona-Pandemie, gestörten globalen Lieferketten oder dem Ukraine-Krieg. Demnach trugen viele Faktoren dazu bei, dass die Lebenshaltungskosten für private Haushalte und die Preise rund um das tägliche Leben spürbar gestiegen seien.
Das Preisbarometer für Berlin und Brandenburg enthält 5-Jahres-Preisveränderungen von mehr als 300 Einzelpositionen sowie Preisverläufe von ausgewählten Waren und Dienstleistungen.
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