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EKD-Warnung: Keine Abschiebungen von Syrern nach Sturz von Baschar al-Assad

Bischof Stäblein ist der Ansicht, dass nicht der Zeitpunkt ist, darüber zu diskutieren, ob und wie Menschen nach Syrien zurückkehren sollen. (Archivbild) / Foto: Michael Bahlo/dpa
Bischof Stäblein ist der Ansicht, dass nicht der Zeitpunkt ist, darüber zu diskutieren, ob und wie Menschen nach Syrien zurückkehren sollen. (Archivbild) / Foto: Michael Bahlo/dpa

Der Beauftragte für Flüchtlingsfragen der EKD warnt vor Abschiebungen von Syrern nach dem Sturz von Baschar al-Assad. Syrien ist auch nach der Diktatur kein sicheres Land.

Nach dem Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad warnt der Beauftragte für Flüchtlingsfragen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Christian Stäblein, vor einer Debatte über die Abschiebung von Syrern. «Angesichts der durchaus unterschiedlichen Interessen der derzeit gemeinsam agierenden Gruppen ist Syrien auch nach Ende der Assad-Diktatur kein sicheres Land», sagte Stäblein, der auch Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist. 

Er betonte: «Es ist daher jetzt überhaupt nicht der Zeitpunkt, zu diskutieren, ob und wie Menschen in dieses Land zurückkehren sollen.» Die Lage in Syrien sei unübersichtlich und es sei ungewiss, wie es weitergehe. Geflüchtete aus Syrien, die in Deutschland seien, müssten wissen, «dass sie hier weiterhin Schutz finden und nicht abgeschoben werden». Stäblein begrüßte die Entscheidung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Entscheidungen über den Asylstatus von syrischen Geflüchteten auszusetzen, bis die weiteren Entwicklungen verlässlich absehbar seien. 

Unionspolitiker fordern, die Heimkehr von nach Deutschland geflohenen Flüchtlingen zu unterstützen. AfD-Chefin Alice Weidel ist der Ansicht, dass bei vielen Syrern der Fluchtgrund entfallen sei.

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